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Über mich selbst

Die Familiensaga erzählt, dass 1951, als ich im Zeichen des Skorpions geboren wurde, das Mondlicht hoch am Himmel stand. Das war der Beginn meiner Beziehung zur Mondgöttin SELENE, die mich seitdem mein ganzes Leben lang begleitet hat. Als Kind sah ich nachts im Mondlicht die Elfen über dem See tanzen, als Erwachsene erhielt ich meine erste magische Initiation im Zeichen der Vollmondkraft, und im Jahr 2000 schickte sie mir in einer Krankheitskrise eine Vision von Tod, Selbstauflösung und Wiedergeburt in Gestalt eines Schmetterlings, der mit leuchtend bunten Flügeln in die Welt fliegt - genau über einem Klatschmohnfeld!

WORTE DER STERNENGÖTTIN:
Wann immer ihr etwas braucht,
sollt ihr euch einmal im Monat,
am besten, wenn der Mond voll ist,
versammeln...

Seitdem symbolisiert das leuchtende Rot der Klatschmohnblüten, das übrigens auch die Farbe des chemischen Elements Selen ist, für mich die Farbe des vollen, authentischen Lebens. Zugleich ist es die Farbe des Wurzelchakras, das unser So-Sein in der Welt zum Ausdruck bringt. Vielleicht ist diese starke Bindung an Verwurzelung der Grund dafür, dass für mich in der Spiritualität eine stabile Erdung das Allerwichtigste ist, wichtiger noch als das freie Fliegen in der Ekstase. Aber das Fliegen kommt gleich als zweites!

Ich, die ich die Schönheit der grünen Erde bin
und die weiße Mondin unter den Sternen
und die Mysterien der Wasser...

Mein beruflicher Lebensweg begann mit einer körpertherapeutischen Ausbildung, und nachdem ich mein Diplom als staatlich anerkannte Krankengymnastin in Händen hielt und auch noch zwei bezaubernde Töchter geboren hatte, folgten jede Menge Zusatzausbildungen, vor allem im Bereich Atemtherapie, Manuelle Therapie, Funktionelle Therapie nach Cyriax, Geburtsvorbereitung, Rebalancing-Massage und Körperselbsterfahrung. All das fließt heute in meine energetische Körperarbeit ein und bildet, kombiniert mit feinstofflichen und magischen Techniken, die körpertherapeutische Grundlage der SELENE-Behandlung.

 

Mein Gesetz ist: Liebe zu allen Wesen

Außerdem studierte ich Religionswissenschaft, Psychologie und Pädagogik, alles mit Schwerpunkt Frauenforschung. Mich interessierte alles, was mich als spirituelle Frau weiterbrachte; meistens arbeitete ich über Matriarchate, Rituale, Mysterienkulte und Hexen und gab am Ende meiner Diplomarbeit den etwas großartigen Titel "Die Frau und das Heilige". Ein paar Jahre später machte ich, etwas bescheidener und konkreter, im Rahmen meiner Doktorarbeit eine Untersuchung darüber, warum eigentlich genau Frauen und ihre Spiritualität in unserer Gesellschaft "Randgruppenphänomene" sind. Daraus wurde das Buch "Ethik und Geschlecht", ich war Dr. phil. und versuchte fortan, die Uni als Wissenschaftlerin und Zentrale Frauenbeauftragte im frauenbewegten Sinne zu verbessern. Seit 1988 unterrichte ich an der Uni Bremen und an anderen Universitäten in Deutschland und Österreich Frauenforschung, Ritualforschung und Neopaganismus.

Zugleich setzte ich meinen Weg als freiberufliche Ritualfrau fort.

Auch die praktische Psychologie prägte mich in Form einer Therapie im Umfang einer Lehranalyse und vielen psychotherapeutischen Fortbildungen. (Hexen nennen sowas "Schattenarbeit"...)

Eine große Leidenschaft von mir ist der Kreistanz. Ich hatte das Glück, bei vielen kompetenten Lehrerinnen lernen zu dürfen (bis heute und immer weiter!) und setze Tänze fast in jedem größeren Ritual ein. Ein ganz besonderes Erlebnis war es für mich, 2000 bei der "Ausrufung des Jahrtausends der Frau" auf dem Hambacher Schloss das Eröffnungsritual mit zu leiten und einen Spiraltanz für 900 Frauen anzuleiten, bergauf und bergab um das ganze Schloss herum, endend mit einem gigantischen Kraftkegel im Schlosshof!

Nicht zuletzt war mir immer die Musik eines der wichtigsten und liebsten Dinge im Leben. Während meiner Kindheit lernte ich Flöte, Geige und Klavier, heute spiele ich vor allem Trommel (Bodhran und Tar) sowie Tamboura, das klassische indische Saiteninstrument. Ich nehme seit vielen Jahren Gesangsstunden und bin begeisterte Chorsängerin. Musik und Stimme, Chanten und Tönen sind zentrale Elemente in jedem Ritual, das ich anleite.

Alle Akte der Liebe und Freude
sind meine Rituale

Auf spirituellem Gebiet führte mich mein Weg  aus der protestantischen Kirche zu den unterschiedlichsten AnbieterInnen von alternativer Religiosität - von hervorragend bis haarsträubend. Ich besuchte hinduistische, buddhistische, Sufi- und Kabbala-Kreise, afrikanische, südamerikanische und Indianer-Riten, christliche Meditations- und Taizé-Kreise, matriarchale Mysterienspiele und neoschamanistische Rituale und auch immer wieder Rituale der neuen Hexen. 1985 fand ich Starhawk, die auf der Stelle zu meiner Lieblingslehrerin wurde. Besonders deswegen, weil sich in ihren Workshops Spiritualität mit Politik und viel Humor verband. So wurde mir die Reclaiming-Community zur spirituellen Heimat, und bis heute gibt es einen regen Austausch und eine kontinuierliche Zusammenarbeit auf vielen verschiedenen Ebenen.

Seit den achtziger Jahren feiern wir in Bremen die Jahreszeitenfeste und andere Rituale in der Reclaiming-Tradition. 1996 gründeten wir das Norddeutsche Reclaiming-Witchcamp, eine regelmäßig stattfindende Intensiv-Ritualwoche mit amerikanischen und deutschen Lehrerinnen, in der Frauen aus ganz Deutschland zusammenkommen.

Das SELENE-Institut bündelt die Arbeit in Ritualen, Seminaren, Workshops und freier Praxis, die sich in meinem Leben über mehr als zwei Jahrzehnte aufgebaut hat. Die Seminare sind vor allem ein Ort, um individuelle spirituelle Kompetenz zu erwerben und zu vertiefen. Da wir in einer Kultur leben, die in den Menschen so gut wie keine religiös-spirituelle Kompetenz ausbildet, hat auch kaum jemand wirklich gelernt, mit der spirituellen Dimension umzugehen, und kaum jemand wurde mit den Wegen und Techniken vertraut gemacht, die den Zugang zu den "heiligen Dingen" eröffnen. Von daher sind die meisten Menschen abhängig von offiziellen und selbsternannten Priestern, Experten, Seelenhirten, Geistesführern und Gurus. Dass diese Spezialisten in den allermeisten Fällen Männer von patriarchalem Zuschnitt sind, macht es gerade für Frauen noch problematischer.

Wenn ihr das, was ihr sucht,
nicht in eurem Inneren findet,
werdet ihr es im Außen niemals finden

Hier setzt das SELENE-Institut mit seinen Angeboten an, in denen alle Menschen, besonders aber Frauen sich darin üben können, ihr spirituelles Leben in die eigene Hand zu nehmen. Dazu gehört, sich erst einmal darüber bewußt zu werden, was die spirituelle Dimension im eigenen Leben überhaupt bedeutet, und sodann die Mittel und Techniken zu erlernen, mit dieser Dimension zu arbeiten. In den Ritualen erarbeiten wir uns die theoretische und vor allem die praktische Kompetenz, Rituale in Unabhängigkeit und Eigenverantwortlichkeit zu gestalten. Teilweise tun wir das in einem geschützten, ganz und gar frauenidentifizierten Raum, teilweise in der Gemeinschaft von Frauen und Männern. Bei manchen öffentlichen Jahresfesten oder besonders bei Familienritualen wie Hochzeit, Taufe, Beerdigung, sind auch Kinder integriert.

Die Einzelsitzungen und Beratungen des SELENE-Instituts stehen allen interessierten Frauen und Männern offen, die gezielt mit bestimmten Techniken wie Traumdeutung, Trance oder Tarot arbeiten wollen, oder die Hilfe und Unterstützung in bestimmten Lebenssituationen und -übergängen wünschen.

Die verwendeten Methoden und Techniken richten sich jeweils nach dem Anlass der Sitzung und nach dem, was für die jeweilige Klientin am besten funktioniert. Die Erfahrung, auf die ich nach jetzt 30 Jahren Tätigkeit in diesem Feld zurückblicken kann, lehrt, dass man an alle wichtigen Dinge sowohl über den Geist (z.B. in Seminaren und Geprächen) als auch über den Körper (z.B. mit Berührung und Energiearbeit) als auch über die Seele (z.B. mit Musik, Imagination und Trance) gelangen kann. In meiner Arbeit wechseln sich diese Methoden ständig ab und passen sich der jeweiligen Situation flexibel an - bei aller Tiefe zugleich verbunden mit viel Humor, der alles leichter und heller macht.

Durch diesen Text zieht sich, in roter Schrift abgesetzt, das Lied der Sternengöttin. Es wurde ursprünglich von Doreen Valiente formuliert und später von Starhawk in die berühmt gewordene englischsprachige Form gebracht (beide Autorinnen sind prominente Hexenpriesterinnen). Ich selbst liebe dieses Lied sehr und habe es 2001 für die deutsche Ausgabe von Starhawks Buch "Die zwölf wilden Schwäne" in die jetzige, autorisierte deutsche Form gebracht. Mein Lieblingsvers aus diesem Lied lautet: "Alle Handlungen der Liebe und Freude sind meine Rituale!" Das bezeichnet genau meine Einstellung zur Energie- und Ritualarbeit

 

NACHTRAG: Am Novembervollmond 2006 habe ich meinen Lebensgefährten Dr. Christopher McIntosh geheiratet und heisse seitdem Donate McIntosh.

 

 

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